performance and collaboration

Blood Drive Vol. 2

zum Event Zeithüllen 1609-2085 im Turm Schloss Holligen

1. Juni 2019 20 Uhr (Blood Drive Vol. 2 Premiere)
2. Juni 2019 18:30 Uhr

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©Nicole Pfister

Zeithüllen 1609-2085 – Ein Tanzabend von und mit Andrea Berchtold, Cindy Hammer, Chris Lechner, Christian Moser, Gianna Grünig, Laura Imperiali, Louise Hakim, Vera Ilona Stierli

Ein Tanzabend, in dem der Turm Schloss Holligen in verschiedenen Variationen bespielt wird, welche alle mit den Spannungen zwischen historischem Hintergrund, Gegenwart und Zukunft spielen.  Die Tanzstücke Trio expanded, How to make a monster, Blood Drive Vol.2 und shhhhh sind unterschiedliche Annäherungen an den selben Ort, welcher die Künstler*innen in seiner facettenreichen Art inspiriert. Je nach Betrachtungsweise wirkt der Ort als Ausstellungsraum oder Kulisse, beispielsweise einer blutrünstigen Gräfin oder eines Tischrückenden Geistes. Obwohl die Geschichten nah an die Umgebung gekoppelt sein könnten, brechen die Tanzstücke Narration und Konkrete Abhandlungen auf. In der Dissonanz entstehen neue Tanzräume. Es ist ein Schlossbesuch der besonderen Art, wo Geister beschwört werden und Bewegung die Räumlichkeiten verwandelt. 

Programm Samstag 1. Juni 20:00
Trio Expanded
How to make a monster
Blood Drive Vol. 2

Programm Sonntag 2. Juni  18:30
shhhhh
How to make a monster
Blood Drive Vol. 2

Blood Drive Vol. 2 – von und mit Cindy Hammer und Vera Ilona Stierli
Blood Drive Vol. 2 ist ein Duett über die Extreme der gegenwärtigen weiblichen Selbstdarstellung und den Einfluss von Social Media darauf. Anhand der Geschichte und Figur von Elizabeth Bathory, die als Blutgräfin bekannt wurde, beleuchtet das Duett die Konflikte zwischen weiblicher Selbst- und Fremdwahrnehmung und fragt, nach welchen Mustern Weiblichkeit inszeniert wird.

How to make a monster – von und mit Chris Lechner
Das viktorianische Tischrücken und eine Videoarbeit des Kollektives mfx als Zitate spannen den Bogen zwischen Gespenst von Gestern und der neuen hyper-realen Geisterwelt der Virtual Reality. Es entsteht ein kollaborativer Performance-Akt mit den Anwesenden.
In unserer immer digitaler werdenden Zeit ist dies aber auch der Versuch in Form eines Tanzsolos ein Territorium, eine mögliche Zukunft zwischen virtueller Leiblichkeit und bewegter Materie zu erahnen. 

shhhhh – von und mit Andrea Berchtold
Das Tanzsolo “shhhhh” schafft eine physische Realität von Spannung und Zerrissenheit zwischen historischen Stimmen in den Gemäuern des Schlosses und der inneren Stimmen im Tanzkörper. Es entsteht eine persönliche, körperliche Zeitreise in einem intensiven Dialog zwischen Vergangenem und Aktualität.

Trio expanded – von und mit Christian Moser, Gianna Grünig, Laura Imperiali, Louise Hakim
Die in den Ort eingeschriebene Geschichte und die Ausstrahlung des Raumes fliessen auf einer sensorischen Ebene in die Arbeit ein, verkörpern und vertonen diese in abstrakter Form- und Klangsprache. 
Durch die Präsenz im Jetzt entsteht aber auch ein zeitloser Moment, eine Entkoppelung des historischen Kontextes. Es geht primär um die Beziehungen von Bewegung und Klang im spezifischen Raum. 
Die Zuschauer*innen haben die Möglichkeit in ein Stück Echtzeit einzutauchen.

Blood Drive Vol. 2 wird unterstützt von Kultur Stadt Bern, Swisslos/Kultur Kanton Bern, Burgergemeinde Bern und Bürgi-Willert-Stiftung.
1609-2085 Zeithüllen wird unterstützt von Kultur Stadt Bern und Gesellschaft zu Ober-Gerwen Bern.

 

SMACK

A multimedia dance performance that positions the influence of pop-culture on the individual and shared portraits of three women, which emerged from conversations around common memories of 90’s youth. This work is a dialogue between the digital camcorder and the female body, where the actual body and the digital image of the body are in conversation. We meet and communicate with the audience through technology, through a lens, allowing choices of what to see and how to see be made by the viewer. Space is given to any embarrassment we may/may not have. In SMACK nostalgia and criticism, awkwardness and physical agency are explored.

How do you say what you want through your body with an awareness of how culture defines/defined it? The dichotomy of wanting to embrace and wanting to reject serves as a base for this production.

“SMACK is both playful and carefully considered. Assertively performed with attention, against the soundtrack of Barbie Girl [Aqua], I found myself reassessing the mantras of our childhood without neglecting joy of dancing to pop music” — Hannah Parsons

SMACK has since 2016 been co-produced by Gaskssel Bern, supported by venues and residencies including Hamar Teater, Hamar Kulturhus, Dampfzentrale, Tanzatelier NiVo, and funded by Stanley Thomas Johnson Fund, Swisslos / Kultur Kanton Bern, Burgergemeinde Bern, Schweizerische Interpretenstiftung SIS, Norwegian Embassy of Bern, Hamar Kommune & Hedmark Fylke.

Choreographed & Performed by: Olivia Edginton, Ingvild Marstein Olsen & Vera Ilona Stierli

Trailer

Up-coming performances: 5. Mai Dampfzentrale Bern, CH

 

 

 

VERK/WERK/WORK

Quartet

What do you perceive, what do you do and how do you translate it?

Performance and concept: Vera Ilona Stierli, Ingvild Olsen, Anne Oortwijn & Wanda Breistrand

VERKWerkWORK, photo: Kristin Aafløy Opdan

 

UTOPIA OF THE PRESENT – VARIATIONS

“Utopia of the Present – Variations” is an event, containing performance, dance and installation – driven by the idea that a (social and personal) utopic reality should not be envisioned in the future or the past, but can and should be explored in the present moment.”

 A place in which no one needs to achieve anything

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By Katja Cheraneva, Oded Littman, Vera Stierli, Vivianne Balsiger

“A place in which no one needs to achieve anything” is an attempt at entering a state of mind of total openness and sensitivity to the space, the audience, the partners and the self. It is a daily practice the performer took upon themselves in order to give up on any control or choice and be on the stage in a state of pure “being”.

Oded: Aaa, phf… ok… something about the practice you mean?

Katja: Yes, about the practice; about the piece.

Oded: Well first of all it is about the space and it’s about being in the space. It is about being open to the possibilities of the space, but also being open to the people in the space and everything that can happen between me and the people in the space

Katja: For me it is mostly to strip away the meaning of things the way I know them and to let go of the idea of correlation. To maybe have that feeling that everything exist on its own, even if I am not here. Even if I am gone. 

Vera: I mean, It’s good that the things and the people have a past, but we just observe them. Only when you start judging you involve the past and the future. Can we reach that moment of not judging?

Trailer

 

VON DER NOTWENDIGKEIT DES ERINNERNS

 

Die Protagonisten des Abends sind hin und her gerissen. Sie befinden sich zwischen Absturz und Höhenflug, sind auf der Suche nach der Verknüpfung von Erinnerung und Gegenwart oder pendeln zwischen Blick und Reaktion. Welche Schwingungen bleiben in der Dunkelheit und wo tragen sie uns hin, ohne uns zu verletzen?

Von der Notwendigkeit des Erinnerns ist eine Studie zum Kunstwerk Untitled 1979 von Jannis Kounellis. Eine Tänzerin geht bis in die Ewigkeit durch die Dunkelheit – verfolgt von den Bildern der Toten und der verlassenen Stadt.

Choreografie: Vera Ilona Stierli | Tanz: Sarah Elizabeth Lewis | Gesang: Rebekka Gruber | Mentorin: Cindy Hammer 

Impressions